japan hakama

Hakama – mehr als ein Hauch von Tradition!

Während Röcke bei uns in Deutschland hauptsächlich nur von Frauen getragen werden, haben die Japaner einen ganz besonderen „Rock“, der sowohl von Frauen, als auch von Männern gleichermaßen getragen wird: den Hakama.

Obgleich die Quellen sich nicht ganz einig darüber sind wann genau der Hakama in Japan tatsächlich zum ersten Mal getragen wurde, so sind sich doch alle Japan-Historiker in einer Sache einig: es ist sehr, sehr lange her! So wurden die ersten Hakamas vermutlich zum ersten Mal ca. 700-800 n. Chr. getragen.

Wie so oft in der Vergangenheit, wurde das Kleidungsstück zunächst nur von der gesellschaftlichen Oberschicht getragen. Allerdings drängten die Röcke mit der Zeit in die restlichen Schichten der Japaner vor. Unterschiede gab es natürlich dennoch in der Qualität der Röcke selbst. Denn während die Oberschicht zumeist Hakamas aus feinster Seide trug, wurden die Röcke für gesellschaftlich niederen Schichten aus weitaus erschwinglicheren Stoffen hergestellt.

Wer durfte damals eigentlich einen Hakama anziehen?

Für diese Frage gab es schon damals feste Vorschriften. Denn Hakama ist nicht gleich Hakama!

War man damals nämlich ein Soldat oder gar ein Samurai, so bekam man automatisch andere Hakamas zum anziehen als der Rest der Gesellschaft. hakama samurai Speziell für Samurai wurden die entsprechenden Röcke nämlich aus einem weitaus dickerem Stoff hergestellt. Ziel war es damit die Beine der Samurai während seines Ritts gegen jegliche Art von Buschwerk und Gehölz zu schützen.

Beim Aikido erfüllte der Hakama eine andere taktische Funktion. Hier sollte der Hakama die eigenen Beinbewegungen „maskieren“, so dass es für den Gegenüber schwer bis unmöglich werden sollte, den nächsten, eigenen Angriff zu antizipieren. Trainiert wurde übrigens damals schon auf den sog. Tatami.

Nun wurde der Hakama natürlich nicht nur in Verbindung mit Krieg und Kampfsport eingesetzt. So hat das beliebte Kleidungsstück auch bei Tanzveranstaltungen und traditionellen Zeremonien seit jeher einen festen Platz in der japanischen Kultur. Im Vergleich zu den Hakamas der Männer waren die Hakamas der Frauen allerdings weniger „funktionell-kriegerisch“ sondern vielmehr „seidig-zart-ästhetisch“. Über verschiedene Farben und Stickereien hatte jeder Hakama ein ganz besonderes Erscheinungsbild und vollendete damit das Gesamtbild dieser zum Teil hochkomplexen, jahrtausende alten, Zeremonien.

Die Bedeutung des Hakamas in der heutigen Zeit

Über die Jahre ist die Bedeutung der Hakamas stark zurückgegangen. Zwar holen die Mann und Frau die wunderschönen Röcke immer noch gerne zu den jährlichen Anlässen aus dem Schrank. Gerade die jüngere Generation ist auf kleidungstechnischer Ebene mittlerweile allerdings doch stark vom Westen beeinflusst. Begegnet man einem Hakama heute tatsächlich noch im Alltag, so ist das mittlerweile tatsächlich eher eine Ausnahme, als die Regel.

Alle Japan Fans fragen sich jetzt sicherlich, wo man diese schönen Hakamas bei uns in Deutschland kaufen kann. Stöbert doch mal hier. Vielleicht hängt ja auch bei euch bald ein wunderschöner Hakama im Kleiderschrank.

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